Über mich
Ich bin Christopher, studiere Soziologie und People-Oriented Computing an der Universität Zürich und arbeite als Forschungsassistent am Soziologischen Institut.
Meine Herangehensweise an anspruchsvolle Herausforderungen wurde durch drei prägende Phasen in meinem Leben geformt: Als Leistungssportler im Basketball lernte ich Disziplin und Teamgeist. Vor allem aber lernte ich, in wechselnden Gruppenkonstellationen schnell zu erkennen, wo und wie ich meine persönlichen Stärken am effektivsten einbringen kann. Das professionelle Pokerspiel lehrte mich, rationale Entscheidungen auf Basis von Wahrscheinlichkeiten zu treffen und mit ruhigem Geist einem Prozess zu vertrauen, ohne meinen Fokus durch Zwischenergebnisse zu verlieren. Als Schauspieler entdeckte ich die Komplexität menschlicher Motivationen und die Fähigkeit zur absoluten Hingabe an eine Aufgabe.
Analytische Präzision, psychologisches Verständnis und die Bereitschaft, mich vollständig in neue Problemstellungen zu vertiefen – diese Kombination fand ihren natürlichen Rahmen im akademischen Studium. Dort habe ich gelernt, gesellschaftliche Phänomene empirisch zu analysieren, quantitative Methoden auf sozialwissenschaftliche Fragestellungen anzuwenden und zu verstehen, wie die Interaktion zwischen Menschen und digitalen Systemen erforscht, gestaltet und verbessert werden kann. Besonders geprägt haben mich Fächer wie Human-Computer Interaction, Computational Social Science, Social Computing und Digital Sociology, wo sozialwissenschaftliches Denken und datengetriebene Methoden direkt zusammenkommen.
Seit bald 4 Jahren bin ich als wissenschaftlicher Assistent am Soziologischen Institut tätig: Ich sammle und analysiere quantitative Daten, führe qualitative Recherchen durch und schreibe an Publikationen mit. Als Tutor habe ich mehrere hundert Studierende in empirischen Methoden und soziologischen Grundlagen begleitet und dabei vor allem gelernt, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln und mich auf unterschiedliche Lernweisen und Wissensstände einzustellen.
Mich treibt die Überzeugung, dass viele der Fragen, die Menschen heute bewegen, nur beantwortet werden können, wenn man sie in ihren gesellschaftlichen Zusammenhang stellt – und dass es dafür ein kritisches Verständnis von Daten braucht: wie sie erhoben werden, welche Methoden sie hervorbringen und wie unterschiedlich sie dargestellt und interpretiert werden können. Daten strategisch zu nutzen heisst für mich, Transparenz zu schaffen, statt Ungleichheiten zu vertiefen. Gute Antworten entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern an der Schnittstelle zwischen sozialwissenschaftlichem Denken und technischer Kompetenz.
Ich liebe das Kino, die Literatur und bin Gerechtigkeitsfetischist.
Ausbildung
Technische Kompetenzen
Programmierung
- Python
- R
- SQL
Methoden
- Datenaufbereitung und -bereinigung, Umfragedesign und -auswertung
- Deskriptive Statistik, Inferenzstatistik, lineare und logistische Regression, Mehrebenenanalyse/Multilevel Modeling
- Datenvisualisierung
Tools & Plattformen
- Git & GitHub/GitLab
- Positron / RStudio
- Linux
Zertifikate
Engagement
Digitale Gesellschaft
Mitglied der Digitalen Gesellschaft Schweiz. Einsatz für digitale Grundrechte, Datenschutz und eine offene digitale Gesellschaft.